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Antwort auf: Warhammer 40k – 6. Edition – Meinungen und Kritik

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Rene
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So im Vergleich zu den Vorgänger-Editionen finde ich, dass der Nahkampf enorm zusammengestaucht wurde. Obwohl ich es vom Fluff her durchaus realistisch finde, dass man in einem grausamen Universum wahrscheinlich vorher durch eine großkalibrige Knarre weggeballert wird, ist es doch für einige Armeen enorm nervig, wenn sie gerade zu auf Nahkampf spezialisiert sind.

Manche „Erkenntnis“ meinerseits ergibt sich auch aus den Erfahrungen. Die meisten werden mir zustimmen, dass man die Regeln und die Spieldynamik vergleichsweise schnell erlernen, aber erst nach längerer Zeit wirklich meistern kann. Eselsbrücken helfen dabei, dass man viele Wurfergebnisse wie aus dem Bolter geschossen runterleiern kann, ohne dass man ständig das Regelbuch bzw. den Codex hinzuziehen muss.
Als „Frischling“ würde man ohnehin nicht alle Sonderregeln anderer Völker sofort verstehen. Aber hat man dann ein paar mal gegen andere Fraktionen gespielt, dann kann man einige ihrer Qualitäten schon mal besser beurteilen. Tau sind halt knallhart beim Beschuss, Orks werden auf Spaltalänge gefährlich. Das größte Problem ist, dass man oft ne Armeeliste für nen Spieleabend erstellt und meistens vorher nicht weiß, gegen wen man antritt. Manche Armeen sind leider nicht so flexibel darin, wirklich jedem Gegner gerecht zu werden. Eine durchschnittliche Space Marine Armee bekommt arge Probleme, wenn ihr auf einmal eine Imperiale Armee mit einer großen Zahl von Kampfpanzern gegenübersteht. Dahingehend finde ich es gut, dass die Spiele häufig mit Missionszielen gespielt werden. Das macht es auf jeden Fall etwas herausfordernder.

Bei den Sonderregeln regt es mich dann ein wenig auf, dass man Rundenlang vor dem Gegner herumkrebsen und dabei jede Menge an bösartiger Feuerkraft aushalten muss. Und dann ist es, im Vergleich zu den vorherigen Editionen, etwas zu viel an Sonderregeln, die selbst den besten Schlachtplan im entscheidenden Augenblick vereiteln. Häufig sind diese Regeln mit bestimmten Modellen verbunden und erlauben einem schlitzohrigen Spieler, die ganze Sache ungemein zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Aber wahrscheinlich würde man gegen diese „Gamer“ auch verlieren, wenn man andere Listen spielen würde. Ich will also nicht behaupten, dass es am Ende allein diese Regeln sind, die den Unterschied machen.

Seit der Erfindung der Kunststoff-Bausätze ist es außerdem eine wahre Freude, eine neue Armee auf-, aus- und umzubauen. Das soll mal einen der Punkte ansprechen, die mMn noch viel wichtiger als das Spiel an sich sind. Wem die Regeln nicht zusagen, der muss sie ja nicht spielen. Aber das Sammeln, das Erschaffen, das Erfinden und kreative Element dieses Hobbys kommt oft zu kurz, wenn man Vor- und Nachteile eines Spiels beurteilt.

Ich möchte sagen, dass ich die aktuelle Edition von 40k nicht unbedingt für die beste halte. Aber einige „Neuerungen“ sind zumindest gut ausgedacht und einigermaßen gut umgesetzt.