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Antwort auf: Warhammer 40k – 6. Edition – Meinungen und Kritik

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#6115

Rene
Teilnehmer

Mich stört auch ein wenig der „Gigantismus“, den GW seit einer längeren Zeit betreibt. Mit Apocalypse fing der Wahnsinn ja schon an. Auf einmal ist man nicht mehr der Leutnant, der einen Platoon mitten durch die Mühlen des Krieges führt, sondern der Feldmarschall, der ganze Armeen zum Erreichen seiner selbstsüchtigen Ziele hinopfert. OK, Imperiale Armee halt, werden manche sagen. Spielt mal mit einigen hundert Mann Infanterie, dann denkt ihr sicherlich anders.
Wenn es aber um das Erleben des Spiels an sich geht, dann nimmt man eben eine Fraktion, die mehr als alles andere für Spezialeinsätze und Missionen steht: das Adeptus Astartes. Bis zum Erscheinen von Apocalypse war man doch stolz, der Anführer einer kleinen elitären Streitmacht zu sein, die von allen Seiten von Tod und Zerstörung umgeben war. Mit der Position des Captains waren viele schon zufrieden, manchmal konnte es auch mal der Ordensmeister selbst sein, aber auch der hatte dann nur kleine Truppen bei sich und erfüllt mit ihnen eine maßgeschneiderte wichtige Mission. Oder nimmt man mal ein Waffensystem für sich, dann würde einem sofort der Baneblade einfallen. Wer hatte denn schon einen? Nur wenige konnten sich diesen Panzer leisten. Und nimmt man es mal genau, dann ist er für 90 % der Spiele nicht zu gebrauchen, zu teuer, in der Armeeliste nicht erlaubt etc. GW wollte uns nun davon überzeugen, dass wir auch mal so nebenbei eine ganze Kompanie davon kaufen könnten, also mindestens 3 Panzer für über 90 Euro pro Stück. WO WILL MAN DIE LAGERN?
Nimmt man sich jetzt mal die aktuellen gültigen Codizes vor, dann sind Phantomritter oder Sturmflut-Kampfanzug schon mal ein Hinweis darauf, wohin die Reise gehen soll. Dabei sind diese Modelle schon das perfekte Beispiel, dass man bald wahrscheinlich nen Kleinlaster braucht, wenn man seine Spielarmee transportieren will…von dem Schwarzgeldkonto in der Schweiz, um das alles zu bezahlen, gar nicht zu reden.

Ich finde diese Entwicklung bedenklich. Einige Ideen in der neuen Edition sind nicht schlecht, andere sollten ganz schnell wieder fallengelassen werden. Vor allem aber sollte GW versuchen, den „Geist“ des Spiels wieder einzufangen. Denn der kommt in letzter Zeit etwas zu kurz. Wehmütig erinnere ich mich noch daran, dass früher im WD noch Spielberichte mit „Inhalt“ drin waren…mit „historischer“ Einleitung (dazu noch ein kleines „Interview“ mit den Spielern, warum sie ihre Armee wie zusammengestellt haben), zwischendurch einige Anekdoten und Abspann.