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Tzwennes Magnetisierungs-Protokoll

Home Foren Basteln und Malen Tzwennes Magnetisierungs-Protokoll

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von Tzwenne Tzwenne vor 4 Jahre.

  • Autor
    Beiträge
  • #956
    Profilbild von Tzwenne
    Tzwenne
    Teilnehmer

    Hallo miteinander!

    Wie der Titel schon verrät, geht´s hier um das Magnetisieren von Miniaturen. Genauer gesagt, hab ich das vor Kurzem probiert und hab festgestellt, war doch nicht so einfach wie gedacht (eine Stunde war geplant, 3,5 sind´s geworden 😉 )

    Vorwort:

    Wie ich 50% des Vereins freudestrahlend schon erzählt habe, hab ich mir beim Ausverkauf bei Vedes in Goslar den Drachen der Hochelfen für € 28,- statt € 40,- gegönnt. Zu Hause angekommen, Frau und Kind auf den Spielplatz geschickt und Karton geöffnet.
    Nachdem ich mir alle Teile angeschaut und ein bisschen im Armeebuch geblättert hatte, stellt sich die Frage wie ich den Drachen zusammenbauen will. Mit Fürst, Erzmagier oder Feuermagier? Und welche Bewaffnung jeweils? Die Antwort war simpel: JA!!!
    Nach kurzer ergebnisloser Verwirrung stöberte ich im Internet so rum auf der Suche nach professioneller Hilfe und siehe da…
    Neodymium- Magnete bei Ebay entdeckt. 20 Stück mit den Massen 3mm x 1mm für € 3,50 inklusive Versand. Hmmm…
    Also hab ich mir eine Rolle davon bestellt. Kann ja nicht sooo schwer sein.

    Ein paar Tage später war dann auch ein verdächtiger Briefumschlag in der Post. Verdächtig, weil nur eine Rechnung beilag.
    Zum Lesen hab ich dann mal meine Brille aufgesetzt und auch direkt die Magneten entdeckt. Fast schon winzig, die Guten.

    Zum Vergleich daneben ein handelsüblicher Marktkaufprospekt.

    Also dann zur

    Planung:

    Ich wollte also den Drachensattel magnetisieren, da für Magier und Fürst netterweise jeweils ein extra-Beinpaar beiliegt.
    Dann dem Fürsten die Möglichkeit geben, diese unhandliche Sternenlanze (die er aber haben sollte, weil sie nunmal cool aussieht) gegen ein Schwert zu tauschen. Dann wollte ich zwei separate Magier-Oberkörper (einen mit zweihändigem Stab und einen mit Stab und Buch) bauen, wofür die nötigen Teile zufällig auch im Bausatz enthalten waren. Also die Magier-Beine oben und unten magnetisieren. Die Flügel wollte ich ursprünglich auch magnetisieren, aber baulich (und auf jeden Fall nervlich) bedingt, hab ich mich dann für´s Stecken entschieden. Soweit der Plan.

    Durchführung:

    Hier das Werkzeug, welches ich benutzt habe:

    Revell Plasitkkleber, Skalpelle in verschieden Grössen (das fotografierte am Meisten), einen Handbohrer für Waffenläufe von GW und Sekundenkleber für die Magnete.

    Das erste Loch hab ich im Sattel gebohrt und zwar folgendermassen:

    Mit dem Bohrer ein ca 1 mm tiefes Loch bohren und das mit dem Skalpell weiter „auskratzen“, bis der Magnet reinpasst. Zwischendurch hab ich den Magneten immer mal wieder drüber gehalten um zu sehen, wann er reinpasst.
    Leider kam mir die Idee zu diesem Guide erst später, deswegen gibt´s hiervon keine Bilder.
    Zu beachten ist hierbei, dass man nicht konisch bohrt, sondern zwischendurch die Ränder „begradigt“. Ausserdem solltet ihr die Pole der Magneten beachten. Nachdem mein Prinz sein Schwert durch mein halbes Esszimmer geschleudert hat, als es sich auf einen halben Zentimeter näherte, ist mir das eingefallen…
    Ich hab die Pluspole der Magnete einfach schwarz angemalt, das reichte.

    Dann kamen die Körper an die Reihe:

    Die Mitte gesucht, angebohrt. Hierbei immer darauf achten, wo der Magnet hinsoll. Ich hab die Modelle gefühlte 80 mal angehalten, damit ich ja keinen Fehler mache und als ich mir sicher war, einen Farbtupfer auf den anderen Magneten gemacht und das Stück, welches ich anbohren wollte fest angedrückt, damit die zu magnetisierende Stelle markiert war.

    Dann, wie oben beschrieben, weiter „aufgebohrt“

    Sieht erstmal wüst aus, aber zu dem Zeitpunkt hab ich Ihn auch schon etwas gehasst… weiter im Text. Dann den Magneten mit einem kleinen Tupfer Sekundenkleber ins Loch gesetzt:

    Mir fiel es am leichtesten, den Magneten mit einem „Ast“ aus dem Gussrahmen anzudrücken, weil die kleinen Biester stärker sind als der Kleber. Als ich den Ersten mit dem Skalpell verrücken wollte, hat er sich mit einem herzhaften „Pling“ an das Skalpell geklammert. Diverse Male. Böse…

    Das waren so die grundlegenden Schritte, die ich (gefühlte 34578-Mal) wiederholte, bis alle Teile, die austauschbar sein sollten, magnetisiert waren. Hier noch ein Gruppenfoto:

    Und zusammen“gebaut“:

    oder so:

    oder so:

    Fazit:

    Es war doch schon etwas Arbeit und ich war zum Ende auch leicht… fertig… aber mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Ich bin überrascht, wie stark die Magneten sind und wie gut sie halten. Würde ich es wieder tun? Bei einem Model wie dem Drachen auf jeden Fall, aber nicht bei jedem Charaktermodell. Es wäre abhängig von den Teilen, wie sehr sie mir gefallen, wie mir das Modell insgesamt gefällt und wie die Ausrüstungsoptionen aussehen. Den Drachen wollte ich von Anfang an mal immer bemalen und war immer schon „das“ Modell für mich.

    Sollte ich was vergessen oder ihr Fragen haben, einfach ein kleiner Kommentar.

    • Dieses Thema wurde geändert vor 4 Jahre, 2 Monate von Profilbild von Tzwenne Tzwenne.
  • #2153
    Profilbild von Thys
    Thys
    Keymaster

    Auch wenn das Thema schon etwas älter ist, danke erstmal für den Guide. Ich möchte demnächst auch ein Modell magnetisieren und wollte mal fragen, wie die Haltbarkeit aussieht wenn das ganze seitlich magnetisiert wird.

  • #2154
    Profilbild von Mirri
    Mirri
    Teilnehmer

    ich hab meine tyras an den armen magnetisiert und das hält sehr gut nur die Zinn teile des Schwarmtyranten sind etwas problematisch kann den mal mit bringen kannst dir den dann mal ansehen musst nur sagen wann du mal wieder da bist.

  • #2161
    Profilbild von Tzwenne
    Tzwenne
    Teilnehmer

    Dürfte kein Problem sein. Wie gesagt, die kleinen Knilche sind richtig stark. Es gibt ja auch noch Grössere die wahrscheinlich stärker sind. Bei Diesen kannst du auf 2-3 cm das Teil loslassen und es flutscht an den Gegenpart.

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